ASGS Gymnasium Marl

BETEILIGUNG IN DREI ETAPPEN

Schülerbeteiligung Albert-Schweitzer-Geschwister-Scholl-Gymnasium in Marl

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PROJEKT SCHULHOFUMGESTALTUNG ALBERT-SCHWEITZER-GESCHWISTER-SCHOLL-GYMNASIUM ORT MARL-MITTE AUFTRAGGEBER STADT MARL LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN DURCHFÜHRUNG HERBST 2016

Innerhalb des Projektes zur Schulhofumgestaltung des Albert-Schweitzer-Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Marl wurden wir mit der Durchführung eines 3-stufigen Beteiligungsverfahrens beauftragt. Ziel dieses Verfahrens war eine ausführliche Nutzerbewertung des Status Quo und eine Abfrage von Zielsetzungen für die Umgestaltung.

Stufe 1 – Nutzeralltag
Das Hauptaugenmerk lag auf dem Nutzeralltag der Zielgruppe. Anhand einer Plakatabfrage in neun Klassenverbänden, der Oberstufe und der Lehrerschaft wurden Fragen zu den Themen Verortung, Meinung, Gefühl und Wunsch gestellt, um die Schulwelt der Nutzer kennenzulernen. Wir fragten zum Beispiel, welche Orte auf dem Schulhof für gut oder nicht gut gehalten werden, welche „NO-GOs“ oder „LIKES“ es gibt, wie sich die Teilnehmer auf dem Schulhof fühlen oder ob sie Wünsche an ihren zukünftigen Schulhof haben. Diese Abfrage führten die Schüler*innen und Lehrer*innen selbstständig durch. Damit wurde eine gemeinsame Kommunikationsbasis für die weitere Beteiligung geschaffen.

Stufe 2 – Wunschforschung
Eine Woche nach der Plakatabfrage fand mit einer Gruppe interessierter Schüler*innen und Lehrer*innen die 2. Stufe statt, die das Thema Umgestaltung des Schulhofes in den Vordergrund rückte. Gemeinsam wurden Ideen entwickelt und formuliert, die als konzeptionelle Grundlagen für Vorentwürfe dienen sollten. Die Teilnehmer*innen waren aufgefordert, mithilfe von Collagen Orte zu beschreiben, zu erfinden, darzustellen, an denen sie sich wohlfühlen.
Ausgehend von einer in Kleingruppen durchgeführten Analyse und Auswertung der Plakate aus der 1. Stufe erstellten die Teilnehmer*innen Collagen von individuell gestalteten Wunschorten im Zusammenhang mit dem realen Schulhof und stellten diese in der Gruppe vor. Anschließend wurde nach Gemeinsamkeiten gesucht und die Wünsche den Ergebnissen aus der 1. Stufe gegenüber gestellt. Die Ideen wurden in übergeordnete Themenfelder sortiert. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde ein Titel für die zu erarbeitenden Vorentwürfe gefunden, der die Inhalte und die Richtung für den weiteren Prozess aufzeigt: „Balance in der Vielfalt“.
Auf der Grundlage der Ergebnisse der 2. Stufe der Beteiligung erarbeiteten wir zwei alternative Vorentwürfe.
Stufe 3 – Rückkopplung
Zum Abschluss des Prozesses diskutierten alle Beteiligten die ausgearbeiteten Vorentwürfe. Mit Hilfe von Fragebögen setzten sich die Teilnehmer*innen zunächst individuell mit den Vorentwurfsvarianten auseinander. Im zweiten Schritt präsentierten wir Planer die Vorentwürfe und erläuterten die grundlegenden Ideen. Anschließend wurde in großer Runde sehr lebhaft diskutiert. Ideen wurden weitergesponnen, weitere Szenarien getestet. Es kristalisierte sich eine breite Zustimmung für eine der Vorentwurfsvarianten heraus.

Entwurf – „Das rote Band“
Gemäß den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses legten wir der Stadt Marl die favorisierte Variante zur Weiterbearbeitung nahe und wurden mit der Ausarbeitung der Entwurfsplanung unter dem Titel „Das rote Band“ beauftragt. Die konstruktive Kritik aus der 3. Stufe der Beteiligung konnten wir in den finalen Entwurf einarbeiten. Die Umsetzung der Planung ist bis zum Sommer 2018 vorgesehen.

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