Bottrop Kulturzentrum

DREI RÄUME

August-Everding Kulturzentrum Bottrop

PROJEKT AUGUST-EVERDING KULTURZENTRUM ORT BOTTROP AUFTRAGGEBER STADT BOTTROP LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN ARCHITEKTEN HEINRICH BÖLL ARCHITEKT, ESSEN PLANUNG SEIT 2017 REALISIERUNG AB 2018

Lageplan Entwurfsplanung © Planergruppe

Durch eine neue Zonierung werden Räume klar ablesbar gemacht, es wird eine eindeutige Wegeführung erreicht. Der öffentliche Raum wird als Aufenthalts- und Veranstaltungsort nutzbar und der Kulturaspekt wird erlebbar.

Klimagerechte Aufwertung
Die vorhandenen Platanen stellen ein großes gestalterisches und stadtklimatisch Potential dar, und werden erhalten. Der derzeit fast vollständig versiegelte und als Parkplatz genutzte Hof des Kulturzentrums wird teilentsiegelt, und durch begrünte Flächen gegliedert. Für die verbleibenden befestigten Flächen wird ein ökologischer Pflasterstein vorgeschlagen, der das Regenwasser über die Fugen ableitet. Je nach Nutzungsintensität sind die Fugen breit und offen mit Splitt gefüllt, begrünt oder als klassische Pflasterfuge eng mit Sand verfüllt. Der Abflussbeiwert wird von 1 auf 0,7 im versiegelten Bereich bzw. 0,5 im begrünten Bereich reduziert. Teilflächen werden mit intensiver Staudenbepflanzungen komplett entsiegelt.

Drei Räume
Der öffentliche Raum um das Kulturzentrum gliedert sich in drei Räume mit unterschiedlichen Qualitäten. Alle drei Räume sind auf das neue Eingangsgebäude ausgerichtet. Der Vorplatz vermittelt zwischen den unterschiedlichen Wegeverbindungen – in Nord-Südrichtung an der Martinskirche zur Böckenhoffstraße, in Ost-West-Richtung zur Blumenstraße und zu den Stellplatzanlagen an der Böckenhoffstraße. Im Höhensprung zum Niveau des Kulturhofes liegt hier ein verbindendes Sitzelement.
Der Kulturhof wird durch die bauliche Erweiterung des Kulturzentrums gebildet. Ein vollständig umschlossener Innenhof bietet Platz für Veranstaltungen und temporäre Kunstinstallationen. Der geschützte Hof wird vom Foyer aus für Feste mitgenutzt und dient als Lesegarten für die Stadtbücherei. Eine Rasenfläche wird für Veranstaltungen mit Kindern genutzt, mit Sitzmauern eingefasste Staudenbeete schaffen eine angenehme Aufenthaltsqualität. Der Hof ist von allen Richtungen aus erreichbar, kann aber je nach Bedarf separiert werden.
Der Wirtschaftshof dient mit Material- und Abfallcontainern sowie Fahrradsafes den funktionalen Bedürfnissen des Kulturbetriebs. Er wird zum Kulturhof durch eine hölzerne Wandscheibe abgegrenzt.
Der bestehende Skulpturengarten wird zu einem großzügigen Auftakt des Kulturzentrums umgestaltet. Eine flache, mit Bäumen überstandene Treppe führt auf den leicht erhöht liegenden Vorplatz. Auf den terrassierten Flächen wechseln sich Rasenflächen und wassergebundener Wegedecken ab. Die Bestandbäume werden darin integriert und durch Neupflanzungen ergänzt. Als barrierefreier Zugang dient der südlich verlaufende leicht ansteigende Weg.
Der Skulpturengarten dient als „Kreativzone“ des Kulturzentrums. Hier finden dauerhafte Kunstobjekte Platz, wird Urban Gardening betrieben und Boule gespielt. Es entfallen bis auf die Erschließungsrampe sämtliche versiegelten Flächen zugunsten der Rasenplateaus.

Schnitte Entwurfsplanung © Planergruppe