Klanggarten Köln

OFFENE VIELFALT UND STRUKTUR

Außenanlagen der Siedlung Klanggarten in Köln-Porz

PROJEKT SIEDLUNG KLANGGARTEN ORT KÖLN-PORZ BAUHERR WSG WOHNUNGS- UND SIEDLUNGS GMBH, DÜSSELDORF LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN ARCHITEKTEN PBS ARCHITEKTEN PLANUNGSGESELLSCHAFT MBH, AACHEN WEITERE PLANER FÜRST LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, DÜSSELDORF PLANUNG MEHRFACHBEAUFTRAGUNG 2011, 1. RANG MIT SCHMITZ ARCHITEKTEN, KÖLN; ENTWURFSPLANUNG 2011 BIS 2013 REALISIERUNG HAUS 5: 07/2014 BIS 01/2015; HAUS 1 + 2: 12/2014 BIS 05/2015; HAUS 3 + 4: ab 06/2016 FLÄCHE 7.200m²

Spielplatz nördlich von Haus 1 + 2 © Claudia Dreyße

Die Siedlung Klanggarten aus den 1960er Jahren wurde modernisiert und durch Neubauten harmonisch ergänzt. Zukünftig bietet das Quartier Klanggarten die Qualität eines kleinen Stadtviertels mit vielfältigen Angeboten für unterschiedliche Nutzer. Für kinderreiche Familien, Menschen mit eingeschränkter Mobilität und moderne Lebensgemeinschaften wurde Raum in Neubauten geschaffen. Ein neuer Kindergarten bietet Betreuungsangebote für 80 Kinder.
Auch der Freiraum präsentiert sich mit einem neuen Gesicht. Es wurde ein integrativer Garten komponiert, der mit seinen unterschiedlichen „Klangfarben“ alle Bewohnerinnen und Bewohner einlädt, für sich die Nutzung der Räume selbst zu definieren.
So wurde funktional bewusst nicht sortiert, um zum einen möglichst viel Freiraum, also Interpretationsspielraum zu lassen, andererseits die Begegnung zu fördern. Die Baukörper definieren geschützte Hofsituationen in denen Angebote zu Spiel und Aufenthalt für verschiedene Altersgruppen gemacht werden.
Auf den Süd und Westseiten wird auch nach außen deutlich, dass den Erdgeschossbewohnern im ganzen Quartier jetzt privat nutzbare, von Hecken gefasste Gärten zur Verfügung stehen. Dies wirkt sich auch auf die Qualität der gemeinschaftlichen Freiräume aus, da mehr Leben im Außenraum stattfindet und die soziale Kontrolle im Quartier erhöht wird.

Die geschützte Binnenwelt wird räumlich durch den schönen Baumbestand bestimmt. Gebüsche wurden entfernt, um diese klare, durchschaubare Raumstruktur herauszuarbeiten. Die aus unterschiedlichen Gehölzen bestehenden Hecken gliedern den Raum und wirken als Puffer vor den Wohnfenstern.
Der Freiraum wurde barrierefrei ausgebildet und dezent beleuchtet, um eine wohnliche Atmosphäre zu erreichen.

Haus 2, Bachstraße © Claudia DreyßeHaus 1, Ecke Bachstraße/ Beethovenstraße © Claudia DreyßeLageplan © FÜRST ARCHITECTS/ Planergruppe OberhausenGarten der Kita in Haus 5 © Claudia DreyßeGarten der Kita in Haus 5 © Claudia Dreyße