Künstlerdorf Schöppingen

KRAFTWERK KÜNSTLERDORF SCHÖPPINGEN

Wohnen Arbeiten Ausstellen

PROJEKT WETTBEWERB KRAFTWERK KÜNSTLERDORF SCHÖPPINGEN ORT SCHÖPPINGEN AUSLOBER GEMEINDE SCHÖPPINGEN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN PLANUNG MAI BIS JULI 2017 FLÄCHE 3,5 HA PLATZIERUNG 2. PREIS
Konzeptdarstellung © PlanergruppeLageplan © Planergruppe

Das idyllische Künstlerdorf Schöppingen ist vom Spannungsfeld zwischen der Wohn- und Arbeitsstätte der Künstler und der öffentlichen Bedeutung als Ausstellungsgelände und Veranstaltungsort geprägt. Im südlichen Teil dominieren großkronige, alte Bäume das Bild. Der nördliche Hof steht hingegen in einem Hain kleinkroniger Obstbäume. Vorhandene dichte Gehölzgruppen werden ausgelichtet, sodass die beiden Höfe visuell miteinander verknüpft sind. Jede der beiden Hofanlagen gruppiert sich um einen kleinen Platz, von dem aus die Gebäude erschlossen werden. An den davon abgewandten Süd- und Westseiten der Hofanlagen befinden sich die Rückzugsräume der Bewohner.
Das Wegesystem wird hierarchisiert. Die wichtigste Rolle nimmt dabei die Ost-West-Spange ein, die vom Ortskern, durch das Künstlerdorf in die Landschaft führt. Der in Nord-Süd-Richtung verlaufende Weg verbindet die Teile des Künstlerdorfes untereinander und mit dem neuen Rathaus. Zwischen Ost-West-Spange und Galeriescheune spannt sich ein kleiner „Marktplatz“ auf. Er dient als Ankunftsort, als Ort für Veranstaltungen rund um die Galerie oder für den Wochenmarkt.
Für den Wasser-Kraft-Spielplatz wird das für das Münsterland typische System aus Kanälen, Gräben und Gräften thematisiert. Ein flaches Brunnenbecken aus Beton mit einer stilisierten Landschaft kann mittels einer Handpumpe mit Frischwasser gespeist werden. Der Verlauf des Wassers wird über Wehre gesteuert, wodurch verschiedene Effekte gestartet werden.
Aufenthaltsmöglichkeiten mit schlichten Holzbänken werden entlang der Ost-West-Spange, auf dem Marktplatz und auf den beiden Hofplätzen angeboten. Zur Beleuchtung des Geländes werden Mastleuchten entlang der Ost-West-Spange eingesetzt.
Während über die Gebäude des Künstlerdorfes die Energiegewinnung organisiert wird, trägt die nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung der Freianlagen zu einer ökologischen Aufwertung bei. Durch den Wegfall der großen Asphaltfläche kommt es insgesamt zu einer Verringerung der Versiegelung. Der Magerrasen auf der Festwiese sowie der Schotterrasen auf den Stellplatzflächen bilden zusammen ein neues Habitat. Der Obstgarten wird zum „produktiven Garten“ umgewidmet und das Schnittgut der Hecken und Obstbäume verwertet.

Brunnenbecken Wasser-Kraft-Spielplatz © PlanergruppeVisualisierung © PlanergruppeDetail © Planergruppe