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Marktplatz Gelsenkirchen-Erle

EIN PASSEPARTOUT FÜR DEN MARKT

Neugestaltung Marktplatz Gelsenkirchen-Erle

Die wohnliche Rahmung bietet neue Aufenthaltsqualität © Claudia Dreyße
LageplanStärkung des Platzcharakters an Stelle der Straßenkreuzung © Claudia Dreyße
PROJEKT MARKTPLATZ ERLE ORT GELSENKIRCHEN-ERLE BAUHERR STADT GELSENKIRCHEN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN BÜRGERBETEILIGUNG 2008, VERSCHIEDENE DISKUSSIONSRUNDEN UND PLANUNGSCAFÉS MIT BÜRGERN UND POLITIK PLANUNG 2008 BIS 2009 BIS 2011 FLÄCHE 4.300M² FOTOS CLAUDIA DREYSSE

Viele Jahre wartete Erle auf die Aufwertung seines Marktplatzes am Straßenkreuz von Marktstraße und Darler Straße.
Nachdem die Bürger sich sehr intensiv mit den Gestaltungsvorschlägen zum Platzumbau auseinandergesetzt hatten, war es 2009 möglich, den politischen Gremien den erarbeiteten Entwurf zur Entscheidung vorzulegen. Zwei Jahre später sind nun die Bauarbeiten abgeschlossen, der Markplatz Erle erstrahlt in neuem Glanz.

Zentrales Anliegen des Entwurfes ist es, den Platzcharakter an Stelle des Straßenkreuzes zu stärken:
Der gesamte Platz ist auf ein Niveau angehoben und bekommt eine wohnliche Rahmung aus hellem Natursteinkleinpflaster. Diese Rahmung läuft auch über die Fahrbahnfurten und signalisiert dem Autofahrer, dass er sich hier

in einen Bereich mit Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer begibt. Der Platz ist als verkehrsberuhigter Einkaufsbereich gekennzeichnet, auf den verengten Fahrbahnen gilt Tempo 10. Die Rahmung wird durch eine Reihe kleinkroniger Bäume (Felsenbirnen) unterstützt, die durch ihre weißen Blüten im Frühjahr und die kupferrote Blattfärbung im Herbst die Jahreszeiten besonders erleben lassen. Unter ihrem Dach stehen Bänke. Dieser „wohnliche Rahmen“ eignet sich gut als Standort für Gastronomie, von der aus z.B. das Treiben des Marktes beobachtet oder eine Tasse Kaffee genossen werden kann. Innerhalb dieser Rahmung liegt eine homogene Fläche aus veredeltem Asphalt, in den Teppiche aus Natursteinkleinpflaster mit dichtem Fugenverguss eingelassen sind. Sie markieren die Stellplätze und sind gleichzeitig Richtschnur für die Marktstände.
Die Fahrbahn wird durch einen hellen Natursteinstreifen abgesetzt, in den Aufmerksamkeitsfelder eingelassen sind, um sehbehinderte Menschen zu leiten.

Auf dem sonnigsten Viertel im Norden kann ein dritter, etwas kleinerer Marktbereich aufgestellt werden. Ein besonderes Sitzelement ist hier Blickfang und signalisiert den Aufenthaltscharakter.

Für die Marktstände und den marktbezogenen Abfall wurden im südlichen Platzbereich verschließbare Einhausungen errichtet.
Der Platz wird durch Stelen entlang der Fahrspuren sicher beleuchtet. Der Aufenthaltsbereich unter den Bäumen wird mit flachen Strahlern unter den Bänken indirekt beleuchtet.

Marktsituation © Claudia DreyßeDie Stellplatzmarkierung dient auch als Richtschnur für die Marktstände © Claudia DreyßeLeuchtstelen markieren das Straßenkreuz © Claudia DreyßeDetail – harmonisch abgestimmte Materialien © Claudia DreyßeDetail – Baumscheibe © Claudia DreyßeDetail – Bankelement und Platzbeleuchtung © Claudia Dreyße