Archiv der Kategorie: Projekt

Bottrop Kulturzentrum

DREI RÄUME

August-Everding Kulturzentrum Bottrop

PROJEKT AUGUST-EVERDING KULTURZENTRUM ORT BOTTROP AUFTRAGGEBER STADT BOTTROP LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN ARCHITEKTEN BÖLL ARCHITEKTEN ESSEN PLANUNG SEIT 2017 REALISIERUNG AB 2018 BIS 2021 FOTOS THOMAS MAYER

© Thomas MayerLageplan Entwurfsplanung © Planergruppe

Durch eine neue Zonierung werden Räume klar ablesbar gemacht, es wird eine eindeutige Wegeführung erreicht. Der öffentliche Raum wird als Aufenthalts- und Veranstaltungsort nutzbar und der Kulturaspekt wird erlebbar.

Klimagerechte Aufwertung
Die vorhandenen Platanen stellen ein großes gestalterisches und stadtklimatisch Potential dar, und werden erhalten. Der derzeit fast vollständig versiegelte und als Parkplatz genutzte Hof des Kulturzentrums wird teilentsiegelt, und durch begrünte Flächen gegliedert. Für die verbleibenden befestigten Flächen wird ein ökologischer Pflasterstein vorgeschlagen, der das Regenwasser über die Fugen ableitet. Je nach Nutzungsintensität sind die Fugen breit und offen mit Splitt gefüllt, begrünt oder als klassische Pflasterfuge eng mit Sand verfüllt. Der Abflussbeiwert wird von 1 auf 0,7 im versiegelten Bereich bzw. 0,5 im begrünten Bereich reduziert. Teilflächen werden mit intensiver Staudenbepflanzungen komplett entsiegelt.

Drei Räume
Der öffentliche Raum um das Kulturzentrum gliedert sich in drei Räume mit unterschiedlichen Qualitäten. Alle drei Räume sind auf das neue Eingangsgebäude ausgerichtet. Der Vorplatz vermittelt zwischen den unterschiedlichen Wegeverbindungen – in Nord-Südrichtung an der Martinskirche zur Böckenhoffstraße, in Ost-West-Richtung zur Blumenstraße und zu den Stellplatzanlagen an der Böckenhoffstraße. Im Höhensprung zum Niveau des Kulturhofes liegt hier ein verbindendes Sitzelement.
Der Kulturhof wird durch die bauliche Erweiterung des Kulturzentrums gebildet. Ein vollständig umschlossener Innenhof bietet Platz für Veranstaltungen und temporäre Kunstinstallationen. Der geschützte Hof wird vom Foyer aus für Feste mitgenutzt und dient als Lesegarten für die Stadtbücherei. Eine Rasenfläche wird für Veranstaltungen mit Kindern genutzt, mit Sitzmauern eingefasste Staudenbeete schaffen eine angenehme Aufenthaltsqualität. Der Hof ist von allen Richtungen aus erreichbar, kann aber je nach Bedarf separiert werden.
Der Wirtschaftshof dient mit Material- und Abfallcontainern sowie Fahrradsafes den funktionalen Bedürfnissen des Kulturbetriebs. Er wird zum Kulturhof durch eine hölzerne Wandscheibe abgegrenzt.
Der bestehende Skulpturengarten wird zu einem großzügigen Auftakt des Kulturzentrums umgestaltet. Eine flache, mit Bäumen überstandene Treppe führt auf den leicht erhöht liegenden Vorplatz. Auf den terrassierten Flächen wechseln sich Rasenflächen und wassergebundener Wegedecken ab. Die Bestandbäume werden darin integriert und durch Neupflanzungen ergänzt. Als barrierefreier Zugang dient der südlich verlaufende leicht ansteigende Weg.
Der Skulpturengarten dient als „Kreativzone“ des Kulturzentrums. Hier finden dauerhafte Kunstobjekte Platz, wird Urban Gardening betrieben und Boule gespielt. Es entfallen bis auf die Erschließungsrampe sämtliche versiegelten Flächen zugunsten der Rasenplateaus.

© Thomas Mayer© Thomas Mayer© Thomas Mayer© Thomas MayerSchnitte Entwurfsplanung © Planergruppe

Monheim Alter Markt

DIE WIEDERENTDECKUNG DER ALTSTADT

Alter Markt in Monheim am Rhein

PROJEKT ALTER MARKT ORT MONHEIM AM RHEIN AUFTRAGGEBER STADT MONHEIM LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN PLANUNG 2015 BIS 2017 REALISIERUNG 2016 BIS 2018 FOTOS CLAUDIA DREYSSE

Blick auf den Alten Markt © Claudia DreyßeLageplan © Planergruppe

Der Alte Markt war in der mittelalterlichen Stadt der zentrale Platz. Mit zahlreichen historischen Gebäuden, den großen alten Linden, dem Marktbrunnen und dem Gerichtskreuz hat er das Potential zu einem attraktiven Altstadtplatz. Die Relikte der Befestigungsanlage zusammen mit dem Zollhaus und den mittelalterlichen Gassen wie der Freiheit und der Zollstraße verstärken den historischen Charakter dieses Stadtraums. Ein besonderes Potential ist zudem seine Lage an der Höhenkante von der Stadt zur Landschaft. Der Marktplatz liegt ca. 3m höher als die Kapellenstraße und erlaubt damit einen großartigen Ausblick in die Rheinaue. Die historische Bedeutung des Alten Marktes und das Potential des Landschaftsbezuges stehen für uns darum zentral bei der Neugestaltung des Platzes.
Die Neuinterpretation des Platzes bezieht sich auf den historischen Stadtgrundriss, in dem der heutige Marktplatz aus einem Dreiecksplatz im östlichen und einer Gasse im westlichen Teil bestand. Mit dem Ausbilden einer Bauminsel wird der gestalterische Schwerpunkt auf diesen östlichen und topographisch höher gelegenen Teil gelegt. Die Insel gibt dem Platz eine Mitte, bietet eine großzügige Aufenthaltsfläche und nimmt die vorhandenen Elemente auf. Die Insel erhält eine breite Einfassung aus Naturstein, der schöne Rahmen veredelt den besonderen Ort. In der wassergebundenen Decke werden die bestehenden Linden integriert, die Insel wird ohne störende Einbauten für die Außengastronomie nutzbar.
Im Westen bildet ein auf die Höhe des Brunnenplatzes gehobenes Plateau das Pendant zur Insel. Unter drei neu gepflanzten Linden entsteht eine offene, freundliche Fläche für die Außengastronomie. Der Höhenunterscheid von diesem Plateau zum stetig abfallen Platz wird mit drei verschleppenden Stufen ausgeglichen, auf denen ein „Stadtsofa“ installiert wird, das den Ausblick sowohl auf den Brunnen als auch in die Aue ermöglicht. Das Stadtmodell für die Altstadt findet hier seinen Platz.

Verkehr
Zur Reduzierung der Verkehrsflächen schlagen wir eine Verkehrsführung an der Nordseite des Platzes vor, mit einer Reduktion auf Einbahnverkehr im letzten Abschnitt der Turmstraße. Die entstehende verkehrsfreie Platzfläche dient als Aufenthaltsfläche und für Außengastronomie der ansässigen Gaststätten. Stellplätze sind auf dem Alten Markt nicht angemessen, die historische Situation sollte frei von ruhendem Verkehr bleiben.

Beleuchtungskonzept
Eine Reihe aus sieben Mastleuchten mit behutsam modernem Charakter spendet die nötige Ausleuchtung. Darüber hinaus werden atmosphärische Akzente gesetzt: Der Brunnen und das Gerichtskreuz werden ebenso wie die alten Linden, die alte Befestigungsmauer und das alte Rathaus mit Bodeneinbaustrahlern beleuchtet.

Materialität
Der Platz wird in allen Bereichen einheitlich mit Naturstein befestigt. Ein Basalt als Binderstein im länglichen Format wird in verschiedenen Verbänden verwendet, diese bringen ein abwechslungsreiches Spiel in die Oberflächen, und tragen den unterschiedlichen Verkehrsbelastungen Rechnung.  Die Einfassung der Bauminsel und die Stufen werden in einem grauen Granit gefertigt. Die Initiative der Bürger, den ursprünglichen Brunnen an seinem alten Standort zu rekonstruieren wird begrüßt. Der Brunnen wird anstelle des Gerichtskreuzes in die neue Platzgestaltung integriert.

Die Lindeninsel gibt dem Platz eine Mitte © Claudia DreyßeAußengastronomie auf der Lindeninsel © Claudia DreyßeAusblick in die Rheinaue © Claudia DreyßePlateau mit Stadtsofa als Pendant zur Lindeninsel © Claudia DreyßeLängsschnitt Alter Markt © PlanergruppeBeleuchtungsplanung © PlanergruppeBlick vom Alten Markt in den Park am Rhein © Claudia DreyßeBlick über die Kapellenstraße in die Altstadt © Claudia DreyßeDie Altstadt rückt wieder nah an den Rhein © Claudia DreyßeAußengastronomie an der Turmstraße © Claudia DreyßeBrunnen auf der Lindeninsel © Claudia Dreyße

Revierparks 2020

ZUKUNFT UND HEIMAT

Integriertes Handlungskonzept Revierparks 2020

PROJEKT IHK REVIERPARKS 2020 ORT METROPOLE RUHR AUFTRAGGEBER REGIONALVERBAND RUHR LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN IN ARBEITSGEMEINSCHAFT MIT RHA REICHER HAASE ASSOCIIERTE UND SDS_UTKU PLANUNG JANUAR BIS MAI 2017

Revierparks Übersicht

Zwischen Duisburg und Dortmund entstanden in den 1970er-Jahren fünf Revierparks als Freizeit- und Erholungsorte für die hart arbeitende Bevölkerung. Alle Parks wurden mit damals innovativen Einrichtungen aus Freizeithäusern, Spiel- und Sportangeboten, sowie Frei- und Wellenbädern ausgestattet. Der Freiraum mit großen Waldbereichen war ebenfalls wichtiger Bestandteil des Grün- und Erholungskonzepts.
Heute sind die Parks in die Jahre gekommen und die Bedeutung der Freiflächen hat sich verändert: Sie dienen als wichtige klimatische Ausgleichsräume an heißen Tagen, sind Habitate für Flora und Fauna und große Speicherflächen bei Regenereignissen.
Auch der soziale Faktor von kostenlos nutzbaren Parks spielt in manchen Stadtteilen eine große Rolle und dient dazu, die Umweltgerechtigkeit zu verbessern und sozialen Disparitäten entgegenzuwirken.
Der erforderliche Umbau ist mit erheblichen Modernisierungsmaßnahmen verbunden, für die nun die Chance besteht, über das EFRE-Förderprogramm „Grüne Infrastruktur“ die Parks für die Zukunft neu auszurichten. Auf der Grundlage unseres gemeinsam mit RHA und sds_utku erarbeiteten Integrierten Handlungskonzepts „Zukunft und Heimat: Revierparks 2020“ wurden im Dezember 2017 die fünf Revierparks von Duisburg bis Dortmund in die Förderempfehlung im Rahmen des 2. Calls zum EFRE-Förderprogramm „Grüne Infrastruktur“ aufgenommen.
Das Fördervolumen beträgt über 28 Mio. EUR und soll für die Überarbeitung der Parks des Regionalverbands Ruhr genutzt werden. Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung der Klima- und Umweltbedingungen. Dabei gehört die Verbesserung des Zugangs zum Grün, besonders in benachteiligten Stadtteilen ebenso dazu, wie die Vernetzung von Grün- und Freiraumelementen und die Erhöhung der Biodiversität.

RevierparksAufbauHandlungskonzeptRevierparksHeimatundEreignisRevierpark WischlingenRevierparksHandskizze

ASGS Gymnasium Marl

BALANCE IN DER VIELFALT

Umgestaltung des Schulhofs des Albert-Schweitzer-Geschwister-Scholl-Gymnasium in Marl

Bewegungsband und Baumbestand © Claudia Dreyße, 2019

PROJEKT SCHULHOFUMGESTALTUNG ALBERT-SCHWEITZER-GESCHWISTER-SCHOLL-GYMNASIUM ORT MARL-MITTE AUFTRAGGEBER STADT MARL LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN  BETEILIGUNGSVERFAHREN HERBST 2016 PLANUNG 2016 BIS 2018 REALISIERUNG 2018 BIS 2019 FLÄCHE 14.000 QM FOTOS CLAUDIA DREYSSE

Das Schulgelände des Albert-Schweitzer-Geschwister-Scholl-Gymnasiums (ASGSG) in Marl ist geprägt von einem abwechslungsreichen Altbaumbestand. Der Schulhof wird intensiv von über eintausend Schülern sowie an den Wochenenden von einem Go-Kart Verein genutzt. Das Schulgelände bot immer große Aktivräume, allerdings waren unbefestigte Flächen oder Spielanlässe kaum vorhanden. Die Umgestaltung des Geländes schafft über die Schulhofnutzung hinaus einen Ort mit Bildungs- und Sportangeboten. Das neue Schulgelände dient als interkulturelle, integrationsfördernde Begegnungsstätte. Neue Angebote ergänzen die Freizeitgestaltung der Kinder und Jugendlichen über die Unterrichtszeit hinaus.

Die Idee
Das Motto „Balance in der Vielfalt“ entstand im Laufe der intensiven Beteiligung von Schülern und Lehrern im Herbst 2016. Im Rahmen dreier Beteiligungsetappen wurden die Nutzeransprüche, Wünsche und Ideen erforscht und in die Entwurfsplanung übersetzt.

Der Schulhofeingang wird nach Osten verlegt. Dadurch entsteht ein Transitraum zwischen dem Haupteingang und dem Schulhof, der die Bewegungsströme kanalisiert und die übrigen Schulhofbereiche beruhigt. Der prägende und raumbildende Baumbestand wird erhalten. Ein farbiges „Bewegungsband“ verläuft schwingend über den gesamten Schulhof und verbindet verschiedene Aktiv- und Ruhebereiche miteinander.

Der Schulhof
So wurde westlich des Gebäudes A ein Aktivraum mit Fußballfeldern eingerichtet. Als Gegenpol entstand südlich des Mint-Büros eine Insel für konzentriertes Spiel mit Balancier- und Hüpfpollern. Zwischen Gebäude B und Turnhalle sorgen ein Streetballkorb und Tischtennisplatten für Belebung, nördlich der Turnhalle macht ein Spielhain mit einer Kletter- und Balancieranlage, Reckstangen und einem Boulderelement weitere Angebote. Das Highlight an dieser Stelle ist die Bühne für Versammlungen und Auftritte gegenüber dem Haupteingang.

Weiter nördlich öffnet eine Raseninsel die befestigten Flächen. Einseitig schließt sie oberflächenbündig an, auf der gegenüberliegenden Seite erhebt sie sich um 60 Zentimeter – ein neuer, zentraler Treffpunkt auf dem Schulhof.

Der Vorplatz der Mensa wurde entsiegelt und in einen großen Ruhebereich mit Liegen und Gräserbändern und einem grünen Klassenzimmer verwandelt. Im vorhandenen Baumhain entsteht sukzessive der „Walk of Fame“ der Abi Denkmale. Der neue Ruhebalkon mit Liegeelement bietet Gelegenheit, sich zurückzuziehen und die Natur zu beobachten. Klematis und Staudenpflanzungen rahmen diesen etwas abgeschiedenen Ort. Pflegeleichte Gräser- und Staudenbänder sowie Blühgehölze ergänzen die vorhandenen Pflanzungen und setzen besondere Akzente.

Die Ränder
Am Rande des Schulgeländes, entlang der Max-Planck-Straße, wurden die Oberflächen der Lehrerparkplätze erneuert. Ein Gräserbeet mit Blühgehölzen hebt den Eingang des Schulgebäudes hervor. Auch das Umfeld der Aula wurde neu gepflastert. Gezieltes Auslichten des Bestandsgrüns macht aus der Aula wieder einen freundlichen, lichtdurchfluteten Raum. Ein kleinkroniges Blühgehölz mit Jahreszeitenaspekt dient als Farbtupfer.

Der neue Abfallstellplatz an der Max-Planck-Straße wird von einer Hainbuchenhecke gefasst. Die Oberflächen der Zufahrt in Richtung Gebäude B wurden erneuert, teilentsiegelt und mit neuen Rasenflächen ergänzt. Die Bestandspflanzung wurde punktuell durch Frühjahrsaspekte ergänzt.

Fußballfelder © Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019Lageplan Entwurf © Planergruppe, 2017© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019© Claudia Dreyße, 2019050601040302

Black Circle Square

BLACK CIRCLE SQUARE

Ein Kunstwerk von Massimo Bartolini für die Emscherkunst 2016

PROJEKT BLACK CIRCLE SQUARE ORT CASTROP-RAUXEL, EMSCHERTALHOF BAUHERR EMSCHERGENOSSENSCHAFT KÜNSTLER, ENTWURF MASSIMO BARTOLINI PLANUNG LPH 1 BIS 3 TEILWEISE UND LPH 4 BIS 8 PLANERGRUPPE OBERHAUSEN REALISIERUNG 2015 BIS 2016 FLÄCHE L/ B/ H = 10,50m/ 10,50m/ 5,50m FOTOS ROMAN MENSING UND THORSTEN ARENDT LINKS MASSIMO BARTOLINI / BLACK CIRCLE SQUARE / EMSCHERKUNST

© Roman Mensing, artdoc.de

Im Rahmen der Emscherkunst 2016 errichtete die Emschergenossenschaft das Kunstwerk „Black Circle Square“ nach dem Entwurf des italienischen Künstlers Massimo Bartolini. Dabei handelt es sich um einen in Stahlbetonbauweise errichteten „Garten ohne Bäume“ (Bartolini). Die quadratische Gartenfläche mit 10,50m Kantenlänge wird von einer Mauer (Höhe 1,25m) umgeben und birgt in ihrem Inneren einen zylindrischen Pool, der sich als kreisrunde Wasserfläche in der quadratischen Gartenfläche abzeichnet. Die Geometrie des Kunstwerks ist dem Gemälde „Black Circle“ (1915) des Malers Kasimir Malewitsch (1878 – 1935) entlehnt und bildet eine dreidimensionale und maßstäblich vergrößerte Übersetzung des Gemäldes in der Landschaft. Das Kunstwerk ist in direkter Nachbarschaft des Emschertalhofs an der Stadtgrenze von Castrop-Rauxel zu Dortmund-Mengede platziert. Dort befindet sich außerdem das neu errichtete Hochwasserrückhaltebecken Mengede mit seinem Auslassbauwerk.
Über seine Funktion als Kunstwerk, Skulptur und Installation hinaus dient das Bauwerk als Löschwasserbehälter für den Emschertalhof. Aus dem für diesen Zweck notwendigen Volumen des Wasserbehälters ergibt sich die bauliche Tiefe des zylindrischen Beckens.

Zitat www.emscherkunst.de: „In Anlehnung an den russisch-ukrainischen Maler Kasimir Malewitsch (russ. Kazimir Malevič, 1878-1935) schafft der italienische Konzeptkünstler Massimo Bartolini für die Emscherkunst 2016 eine performative Skulptur mit dem Titel Black Circle Square.
Malewitsches Werke „Schwarzes Quadrat“ und „Schwarzer Kreis“ (beide 1915) sind als eine Art Nullpunkt der Malerei in die Kunstgeschichte eingegangen und werden häufig als Ikonen der Moderne bezeichnet. Sie stellen Schlüsselwerke dar, welche den Paradigmenwechsel der Malerei von der gegenständlichen Kunst hin zu einer abstrakten Darstellungsweise markieren.

Massimo Bartolini zieht mit seiner Arbeit Black Circle Square eine Verbindung zwischen der historischen Geschichte der Emscher und der Industrialisierung des Ruhrgebiets zu den rund hundert Jahre alten Werken von Kasimir Malewitsch. Am Hochwasserrückhaltebecken (kurz HRB) in Dortmund an der Grenze zu Castrop-Rauxel baut Bartolini eine Art skulpturale Nachbildung und Weiterentwicklung des Gemäldes „Schwarzer Kreis“ (engl. „Black Circle“): Als Blow Up im Maßstab 1:10 ist in das große weiße Plateau ein schwarzer Kreis eingeschrieben – ein Pool der Wasser führt. Das weiße Quadrat mit schwarzem Pool stellt für Bartolini eine Art Garten ohne Bäume dar, der in einem performativen Akt während der Ausstellungsdauer regelmäßig gesäubert werden soll. Ganz so als handle es sich dabei um eine spirituelle Aufgabe, von der die Reinlichkeit der ganzen Welt abhinge. […]“

Lageplan © Planergruppe Oberhausen; Entwurf Massimo BartoliniGrundriss © Planergruppe Oberhausen; Entwurf Massimo BartoliniOstansicht © Planergruppe Oberhausen; Entwurf Massimo BartoliniQuerschnitt © Planergruppe Oberhausen; Entwurf Massimo BartoliniSüdansicht © Planergruppe Oberhausen; Entwurf Massimo BartoliniAnimation © LANDESCAPE Stefan Cichosz; Entwurf Massimo BartoliniLuftbild aus der Bauphase © EmschergenossenschaftLuftbild aus der Bauphase © Emschergenossenschaft© Roman Mensing, artdoc.de© Roman Mensing, artdoc.de© Roman Mensing, artdoc.de© Roman Mensing, artdoc.de© Roman Mensing, artdoc.de© Thorsten Arendt, artdoc.de© Thorsten Arendt, artdoc.de© Thorsten Arendt, artdoc.de© Thorsten Arendt, artdoc.de© Thorsten Arendt, artdoc.de© Roman Mensing, artdoc.de© Roman Mensing, artdoc.de© Thorsten Arendt, artdoc.de

Neue Bahnstadt Opladen

GRÜNES KREUZ

Die Parkanlage in der neuen bahnstadt opladen

PROJEKT NEUE BAHNSTADT OPLADEN – GRÜNES KREUZ ORT LEVERKUSEN-OPLADEN BAUHERR NBSO GMBH; STADT LEVERKUSEN LANDSCHAFTSARCHITEKTEN ARBEITSGEMEINSCHAFT B.A.S. KOPPERSCHMIDT & MOCZALA, DORTMUND MIT WGF, NÜRNBERG UND IB KÜHNERT, BERGKAMEN; LPH 6 BIS 8: PLANERGRUPPE OBERHAUSEN REALISIERUNG 2012 BIS 2016 FLÄCHE 7 HA FOTOS CLAUDIA DREYSSE

Platz an der FH © Claudia Dreyße

In Leverkusen entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks ein neuer Stadtteil – die „neue bahnstadt opladen“.
Seit 2012 durften wir bei der Realisierung des 1. Preises aus dem kooperativen städtebaulichen Wettbewerb mitwirken. Verfasser des Entwurfs ist die Arbeitsgemeinschaft B.A.S. Kopperschmidt + Moczala GmbH, Dortmund mit WGF, Nürnberg und dem Ingenieurbüro Kühnert, Berkamen (Verkehrsplanung).
Wir haben in den vergangenen vier Jahren die Leistungen der Leistungsphasen 6 bis 8 HOAI für vier Bauabschnitte des Grünen Kreuzes im Auftrag von B.A.S. Kopperschmidt + Moczala übernommen.
Die bestehenden Freiflächen mit einem wertvollen Baumbestand wurden zu einem attraktiven öffentlichen Park mit zahlreichen Spiel- und Sportangeboten und großzügigen Wiesenflächen weiterentwickelt.
Historische Strukturen wie eine Ziegelmauer seitlich des zentralen Schienenwegs oder die über 100 Jahre alten Stützen der ehemaligen Bahnhofshalle wurden behutsam restauriert und sind nun wichtige Bestandteile des neuen Parks. Seit Juni 2016 wurde nun auch der letzte Bauabschnitt, der „Grünzug südlich der Fachhochschule“ fertiggestellt. So wurden die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten und die attraktiven Angebote für alle Altersgruppen durch einen Bolzplatz und eine Skateanlage komplettiert.

Spielfeld "Abrollhügel"© Claudia DreyßeSand- und Kletterspielplatz © Claudia DreyßeBastion an der Nordspitze © Claudia DreyßeTreppenanlage zur neuen Brücke © Claudia DreyßeSchienenweg mit Spielanlässen; Haupterschließungsachse im Nord-Süd-Grünzug © Claudia DreyßePlatz am Ost-West-Grünzug © Claudia DreyßePlatz an der neuen Brücke © Claudia DreyßeSitzoval auf dem Platz an der FH © Claudia DreyßePlatz an der Torstraße © Claudia DreyßeNord-Süd-Grünzug, Mitte Nord © Claudia DreyßePergola auf dem Spielplatz "Bahnhof"© Claudia DreyßeHistorische Stützen des ehemaligen Bahnhofs Opladen © Claudia DreyßeBastion im Grünzug südlich der FH © Claudia DreyßeSkateanlage im Grünzug südlich der FH © Claudia DreyßeBolzkäfig im Grünzug südlich der FH © Claudia Dreyße

Klanggarten Köln

OFFENE VIELFALT UND STRUKTUR

Außenanlagen der Siedlung Klanggarten in Köln-Porz

PROJEKT SIEDLUNG KLANGGARTEN ORT KÖLN-PORZ BAUHERR WSG WOHNUNGS- UND SIEDLUNGS GMBH, DÜSSELDORF LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN ARCHITEKTEN PBS ARCHITEKTEN PLANUNGSGESELLSCHAFT MBH, AACHEN WEITERE PLANER FÜRST LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, DÜSSELDORF PLANUNG MEHRFACHBEAUFTRAGUNG 2011, 1. RANG MIT SCHMITZ ARCHITEKTEN, KÖLN; ENTWURFSPLANUNG 2011 BIS 2013 REALISIERUNG HAUS 5: 07/2014 BIS 01/2015; HAUS 1 + 2: 12/2014 BIS 05/2015; HAUS 3 + 4: ab 06/2016 FLÄCHE 7.200m² FOTOS CLAUDIA DREYSSE

Spielplatz nördlich von Haus 1 + 2 © Claudia Dreyße

Die Siedlung Klanggarten aus den 1960er Jahren wurde modernisiert und durch Neubauten harmonisch ergänzt. Zukünftig bietet das Quartier Klanggarten die Qualität eines kleinen Stadtviertels mit vielfältigen Angeboten für unterschiedliche Nutzer. Für kinderreiche Familien, Menschen mit eingeschränkter Mobilität und moderne Lebensgemeinschaften wurde Raum in Neubauten geschaffen. Ein neuer Kindergarten bietet Betreuungsangebote für 80 Kinder.
Auch der Freiraum präsentiert sich mit einem neuen Gesicht. Es wurde ein integrativer Garten komponiert, der mit seinen unterschiedlichen „Klangfarben“ alle Bewohnerinnen und Bewohner einlädt, für sich die Nutzung der Räume selbst zu definieren.
So wurde funktional bewusst nicht sortiert, um zum einen möglichst viel Freiraum, also Interpretationsspielraum zu lassen, andererseits die Begegnung zu fördern. Die Baukörper definieren geschützte Hofsituationen in denen Angebote zu Spiel und Aufenthalt für verschiedene Altersgruppen gemacht werden.
Auf den Süd und Westseiten wird auch nach außen deutlich, dass den Erdgeschossbewohnern im ganzen Quartier jetzt privat nutzbare, von Hecken gefasste Gärten zur Verfügung stehen. Dies wirkt sich auch auf die Qualität der gemeinschaftlichen Freiräume aus, da mehr Leben im Außenraum stattfindet und die soziale Kontrolle im Quartier erhöht wird.

Die geschützte Binnenwelt wird räumlich durch den schönen Baumbestand bestimmt. Gebüsche wurden entfernt, um diese klare, durchschaubare Raumstruktur herauszuarbeiten. Die aus unterschiedlichen Gehölzen bestehenden Hecken gliedern den Raum und wirken als Puffer vor den Wohnfenstern.
Der Freiraum wurde barrierefrei ausgebildet und dezent beleuchtet, um eine wohnliche Atmosphäre zu erreichen.

Haus 2, Bachstraße © Claudia DreyßeHaus 1, Ecke Bachstraße/ Beethovenstraße © Claudia DreyßeLageplan © FÜRST ARCHITECTS/ Planergruppe OberhausenGarten der Kita in Haus 5 © Claudia DreyßeGarten der Kita in Haus 5 © Claudia Dreyße

HRW Standort Bottrop

FORM FÜR FUNKTION

Außenanlagen der Hochschule Ruhr West am Standort Bottrop

PROJEKT HOCHSCHULE RUHR WEST – STANDORT BOTTROP ORT BOTTROP BAUHERR BLB NRW, MÜNSTER LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN ARCHITEKTEN H4A ARCHITEKTEN, DÜSSELDORF PLANUNG 2011 BIS 2013 REALISIERUNG 2013 BIS 2015 FLÄCHE 4.000m² FOTOS CLAUDIA DREYSSE

Ansicht von der Kreuzung Hans-Sachs-Straße/ Lützowstraße © Claudia Dreyße

Die Freiraumgestaltung der Hochschule Ruhr West am Standort Bottrop folgt der Grundkonzeption einer einheitlichen Flächenstruktur für das Gesamtgrundstück. Alle Nutzungen im Freiraum werden formal auf einer Fläche zusammengefügt, deren Grad der Befestigung variiert.
Die Grundstruktur geht von einer quadratischen Rasenfugenplatte aus, die einen großen Teil der technisch notwendigen Nutzungen wie Zufahrten, Stellplätze, Platzflächen, Fassadenreinigung etc. ermöglicht und eine Reduzierung der Versiegelung um bis zu 40% bewirkt. Dort, wo geschlossene Oberflächen notwendig sind, wird anstelle dieser Platte ein im Format abgestimmtes Pflaster eingesetzt. Diese Verdichtung erfolgt im Bereich der Parkplätze als Schrittplattenstreifen und im Bereich der Eingänge, der barrierefreien Wege und an der Mensa als geschlossener Belag.
Die Fugen zwischen den Gebäuderiegeln sind aus der Grundstruktur ausgestanzt. Zum Teil sind hier Höhenunterschiede mit Mauern und Treppenanlagen zu überwinden. Der Werkstatthof liegt tiefer als der angrenzende Parkplatzbereich. Er ist auf die Innenwirkung ausgerichtet und von dort barrierefrei erreichbar. Die zur Hans-Sachs-Straße gelegenen Gebäudefugen liegen zum öffentlichen Gehweg erhöht auf dem Niveau des Erdgeschosses.
Die wesentlichen Bestandsbäume des Grundstücks wurden in die neue Grünkonzeption übernommen und durch Neupflanzungen ergänzt. Die Gebäudefugen sind durch intensive Grünpflanzungen auf Ihre Innensicht hin akzentuiert und jeweils durch ein mehrstämmiges Solitärgehölz räumlich geschlossen.
Die Platzfläche am Eingang von der Straße an der Berufsschule ist mit schlichten Betonbänken mit Holzauflagen möbliert. Die Fahrradstellplätze sind an allen Ankunftsorten dezentral auf dem Gelände verteilt.
Das durch die Teilversiegelung der Flächen bereits reduzierte Regenwasser wird mit Ablaufelementen aufgefangen und über Retentionsanlagen zur gedrosselten Ableitung dem Kanal zugeführt. Sämtliche Dächer sind extensiv begrünt.

Nebeneingang © Claudia DreyßeHöfe in den Gebäudefugen © Claudia DreyßeHof an der Hans-Sachs-Straße © Claudia DreyßeStellplätze und Innenhöfe auf der Ostseite © Claudia DreyßeInnenhof auf der Ostseite © Claudia DreyßeAußenbereich der Mensa © Claudia DreyßeAußenbereich der Mensa © Claudia Dreyße Lageplan © PlanergruppeStellplätze entlang der Straße An der Berufsschule © Claudia DreyßeNebeneingang an der Straße An der Berufsschule © Claudia DreyßeDetail Oberflächenstruktur © Claudia DreyßeOberflächenstruktur, Stellplätze und Trittsteine © Claudia DreyßeDetail, kleiner Hof in einer der Gebäudefugen © Claudia DreyßeHof und Haupteingang an der Kreuzung Hans-Sachs-Straße/ Lützowstraße © Claudia DreyßeEingangssituation © Claudia Dreyße

MLK Gesamtschule Marl

LERNEN IM PARK

Außenanlagen der Martin-Luther-King Gesamtschule in Marl

© Claudia Dreyße
PROJEKT
MARTIN-LUTHER-KING GESAMTSCHULE, SOZIALE STADT MARL-HÜLS-SÜD ORT MARL AUFTRAGGEBER STADT MARL LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN PLANUNG 2013 REALISIERUNG 2014 BIS 2015 FLÄCHE 11.200m² FOTOS CLAUDIA DREYSSE

Lageplan Entwurfsplanung © Planergruppe

Die Martin-Luther-King-Schule in Marl ist eine Gesamtschule für die Jahrgangsstufen 5 bis 10. Ein Neubau für die Klassenstufen 9 bis 10 machte die Neuordnung des Außengeländes erforderlich.
Der bestehende Schulhof wirkt wie ein Park. Die großen Wiesenflächen mit altem Baumbestand werden von den Bewohnern der umliegenden Stadtteile als öffentliche Grünanlage genutzt. Diese große Stärke wurde genutzt und weiter ausgebaut. Im Zuge des Förderprogramms „Soziale Stadt“ ist ein vielfältig nutzbarer Außenbereich entstanden, der auch das benachbarte Jugendkulturzentrum integriert.
Das Konzept greift die großen Grünflächen, den schönen Baumbestand und die vorhandene Topografie des Schulgeländes auf. Die verschiedenen Richtungen und Raumkanten, die sich aus den Gebäuden und Wegen ergeben, werden durch eine weitere Richtung ergänzt, die sich aus dem angrenzenden Wegesystem ergibt. Diese Richtung stellt eine direkte Wegeverbindung von der Ricarda-Huch-Straße bis zum vorhandenen zentral gelegenen „Hofblick“ her. Das zentrale Wegekreuz erhält dadurch die Funktion eines Gelenks, das alle Wegerichtungen aufnimmt und verteilt. Die Böschung vom Hofblick auf die Rasenfläche wurde terrassiert und durch Betonblöcke ergänzt. In der Rasenfläche wurde eine Multifunktionsfläche (13m x 20m) mit Kunststoffbelag ergänzt. Sie bietet die Möglichkeit unterschiedlicher Nutzungen: Basketball, Fußball, Veranstaltungen und Bühne.
Zwischen der Treppenrampe und dem Gebäude der Jahrgangstufe 8 wurde eine extensive Staudenmischpflanzung angelegt die den Hang befestigen und einen bunten Aspekt auf das Schulgelände bringt. Die Pflanzung wurde unter tatkräftiger Mithilfe der Schüler umgesetzt. Sie ist so abgestimmt, dass sie zu jeder Jahreszeit interessante Aspekte bietet. Einmal im Jahr, im Spätwinter wird sie flächig zurückgeschnitten.
Insgesamt bieten die neu geordneten Freianlagen ein klareres Bild mit differenzierten Teilbereichen und interessanten Nutzungsmöglichkeiten.

© Claudia Dreyße© Claudia Dreyße© Claudia DreyßePGOH_MLKS_12© Claudia Dreyße© Claudia Dreyße© Claudia Dreyße© Claudia Dreyße

Hörsaalzentrum Essen

FREIRÄUME AM HÖRSAALZENTRUM

Das neue Hörsaalzentrum der Universität Duisburg-Essen in Essen

Eingangsplatz vor dem Haupteingang an der Gladbecker Straße © Claudia Dreyße
PROJEKT HÖRSAALZENTRUM ORT ESSEN AUFTRAGGEBER BAU- UND LIEGENSCHAFTSBETRIEBE NRW LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN ARCHITEKTEN FUNKE + POPAL ARCHITEKTEN, OBERHAUSEN PLANUNG 2011 BIS 2013 REALISIERUNG 2013 BIS 2014 FLÄCHE 1.700 M² FOTOS CLAUDIA DREYSSE

Das Hörsaalzentrum liegt unmittelbar an der Gladbecker Straße. Es bietet aufgrund seiner baulichen Struktur einen Verbindungsraum zwischen der Planstraße im Norden mit dem daran anschließenden Campus und dem neuen Park im Süden. Das Gelände steigt nach Westen und zum Park relativ stark an. Die vorgefundene Topografie bietet die Chance, Freiräume zu schaffen, die zwischen den unterschiedlichen Nutzungsebenen vermitteln.
Im Norden führt eine befahrbare Rampe zum Campus-orientierten Eingang. Zum Gehweg der Planstraße fängt eine leicht auskragende Mauer die Höhendifferenz auf. Der Plattenbelag der Rampe wird im Eingangsbereich des Gebäudes und auch auf dem südlich anschließenden Plateau fortgesetzt. Der Eingangshof liegt vermittelnd zwischen den Niveaus der Gladbecker Straße und des Parks. Die Geländesprünge werden jeweils durch großzügige Treppenanlagen überbrückt. Eine weitere Wegerampe bietet den barrierefreien Zugang zum Park.
Die vom Hörsaalzentrum zum Park überleitende Rasenfläche ist mit einigen Bäumen überstellt. Ein weiterer großer Baum steht auf dem Eingangsplateau zum Hörsaalzentrum. Er ist Identifikationspunkt und willkommener Schattenspender.
Bodenstrahler beleuchten die Fassaden im Bereich der Gehwege. Die Rampen und Treppen werden durch Wandeinbauleuchten erhellt. Auf dem Plateau setzt ein Bodenstrahler den Baum in Szene, darüber hinaus sorgt das gläserne Foyer für die Beleuchtung des Außenraums.

Lageplan © PlanergruppeRotlaubiger Ahorn vor dem Haupteingang © Claudia DreyßeDas HSZ auf dem vermittelnden Plateau © Claudia DreyßeNordansicht, Campus-orientierer Eingang © Claudia DreyßeSüdansicht vom Park aus © Claudia Dreyße