Duisburg Kuhlenwall

Schattenwurf

Realisierungswettbewerb zur Umgestaltung der Achse Kuhlenwall in Duisburg

Visualisierung © studiomauer
Visualisierung © studiomauer

Wettbewerb: Umgestaltung der Achse Kuhlenwall – Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb 

Ort: Duisburg 

Auslober: Stadt Duisburg 

Landschaftsarchitekten: Planergruppe Oberhausen 

Planung: Dezember 2019 bis März 2020

Visualisierung: Studiomauer 

Fläche: 1460 m2


Ausgangssituation der Wallanlagen
Die Wallanlagen vom Kuhtor bis zum Innenhafen stellen einen einzigartigen Stadtraum dar – die Struktur der ehemaligen Befestigungsanlage ist in der dichten Innenstadt als unbebauter Raum ablesbar. Erlebbar ist er jedoch nicht, da er sehr heterogen gestaltet ist, von zahlreichen Verkehrsanlagen zergliedert und vom ruhenden Verkehr dominiert. Die Zurückgewinnung dieses Raums und das Erlebbarmachen seines Zusammenhangs und seiner historischen Bedeutung sind die Ziele für die „Achse Kuhlenwall“.
Damit ist unmittelbar das Ziel verbunden, so viel Grün wie möglich zu realisieren, und dieses als zusammenhängendes, lineares Element auszubilden.

Im Detail
Wir reduzieren die Funktionen des MIV und legen sie an die Ränder, die Mitte bilden wir als grünen Korridor aus. Ein attraktiver Hauptweg – der Mauerweg ­– wird hier durchgängig geführt, beidseitig von Grün begleitet und so weit wie möglich von Straßen und parkenden Autos entfernt.

Die erhaltenen und nachgebildeten Teile der Stadtmauer sind beeindruckende und den Freiraum prägende Zeugnisse der alten Verteidigungsanlage. In die gesamte Abwicklung des Mauerwegs wird eine bodenbündige Nachbildung des Verlaufs der ehemaligen Stadtmauer integriert. In den Mauerstreifen sind kurze bildsprachliche Informationen sowie Beleuchtung eingelassen, in rhythmischen Abständen erhebt sich der Streifen zur Höhe einer Sitzmauer. So wird der Besucher intuitiv entlangder Mauer geführt und immer wieder dazu eingeladen, mit ihr zu agieren.

Bezug zur Geschichte
Als besonderes Element werden an den früheren Türmen die neuen Turmplätze als Orte spezieller Atmosphäre betont und gestaltet. Sie nehmen einerseits unterschiedliche Aufenthalts- und Spielangebote auf und dienen gleichzeitig als historische Fenster, die einen Blick in die Vergangenheit erlauben. Mit den Elementen von Bepflanzung, Topographie, Möblierung und Beleuchtung wird subtil auf die Historie hingewiesen, ohne zu rekonstruieren. Stadtgeschichte wird spielerisch erlebbar.


Lageplan M 1:5.000 © Planergruppe
Lageplan M 1:5.000 © Planergruppe
Lageplan M 1:2.500 © Planergruppe
Lageplan M 1:2.500 © Planergruppe
Graben an der Stadtmauer © Planergruppe
Graben an der Stadtmauer © Planergruppe
Anne Frank Denkmal © Planergruppe
Anne Frank Denkmal © Planergruppe
Schäferturm © Planergruppe
Schäferturm © Planergruppe
Gärten vor der Stadt © Planergruppe
Gärten vor der Stadt © Planergruppe

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin

Ute Aufmkolk
Landschaftsarchitektin AKNW

aufmkolk@planergruppe-ob.de
0511-897 00 999