Emmerich Stadteingänge

Eingerahmt

Neue Stadteingänge für Emmerich

Geistmarkt © Planergruppe
Geistmarkt © Visuplan3D – Susanne Geppert, Planergruppe
Kleiner Löwe © Planergruppe
Kleiner Löwe © Visuplan3D – Susanne Geppert, Planergruppe

Wettbewerb: Neue Stadteingänge für Emmerich, Freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb Stadteingänge Geistmarkt und Kleiner Löwe

Ort: Emmerich 

Auslober: Stadt Emmerich am Rhein

Landschaftsarchitekten: Planergruppe Oberhausen 

Planung: Februar bis März 2020

Fläche: ca. 1,5 ha

Visualisierung: Visuplan3D – Susanne Geppert


Raum und Geschichte
Die Plätze an den Stadteingängen Emmerichs zeigen sich für Ankommende als gute Stuben der Stadt. Entsprechend qualitätvoll ist hier mit der Gestaltung der Verkehrsräume umzugehen. Ein Stadtplatz wird von der umgebenden Bebauung gebildet. Stimmen Proportionen und Maßstäbe, dann hat der Platz gute Voraussetzungen zu funktionieren.

Der Geistmarkt in Emmerich ist dafür ein besonders interessantes Beispiel. Seine Größe von mehr als 100 x 100 Metern Kantenlänge bei einer Randbebauung mit zwei bis drei Geschossen ist für eine Stadt wie Emmerich sehr großzügig dimensioniert. Dennoch funktioniert der Platz und dies nicht zuletzt wegen der beiden prägenden und imposanten Gebäude am und auf dem Platz: dem Rathaus und der Christuskirche.

Die besondere Raumbildung des großzügigen und freien Platzes soll herausgearbeitet werden. Der quadratische Platz soll unzerteilt erhalten bleiben. Die beiden besonderen Gebäude sollen in ihrer Wirkung gestützt werden.

Vermutlich bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es zahlreiche Bäume auf dem Geistmarkt, die vermutlich in Doppelreihen um und schräg über den Platz führten. Die Atmosphäre auf den alten Aufnahmen überzeugt: unter dem Baumraster fanden Begegnung, Bewegung und Markt statt.

Die heutigen Anforderungen an den Platz sind deutlich stärker vom Verkehr, insbesondere vom flächenverbrauchenden Parken bestimmt. Hinzu kommt, dass die rahmende Bebauung nicht mehr die Qualität der früheren giebelständigen Bürgerhäuser hat, sondern in weiten Teilen unspezifisch ist.

Konzept
Dem Geistmarkt wird ein neuer Baumrahmen gegeben. Wir greifen das historische Motiv der Doppelreihe auf und stärken so den bestehenden baulichen Rahmen. Der neue Baumrahmen zoniert den Geistmarkt in eine äußere Zone für Bewegung, Verkehr und Funktionales und eine innere, freie Mitte. Diese bietet die Qualität des großzügigen Raums in der Stadt, des freien Himmels, der Möglichkeit für Ruhe, Aufenthalt und Begegnung. Die Kirche mit ihrer Grünanlage fügt sich selbstverständlich in die freie Mitte ein. Der motorisierte Verkehr wird außen um den Platz geführt. Lediglich Fahrräder queren die Platzmitte.

Der Kleine Löwe ist im Gegensatz zum Geistmarkt eher ein Verkehrsraum, als ein Platz – eine Kreuzungssituation, ein Dreh- und Angelpunkt. Hier soll der fußläufige Verkehr gestärkt werden. Als Auftakt für die Fußgängerzone wird eine grüne Insel für Aufenthalt zwischen die verschiedenen Verkehrsströme eingefügt. Die Insel bietet Sitzmöglichkeiten und eine Überdachung für die Wartenden an der Bushaltestelle.


Städtebaulicher Kontext © Planergruppe
Städtebaulicher Kontext © Planergruppe
Entwurf Kleiner Löwe © Planergruppe
Entwurf Kleiner Löwe © Planergruppe
Entwurf Geistmarkt © Planergruppe
Entwurf Geistmarkt © Planergruppe
Materialkonzept © Planergruppe
Materialkonzept © Planergruppe
Materialkonzept © Planergruppe
Materialkonzept © Planergruppe

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin

Ute Aufmkolk
Landschaftsarchitektin AKNW

aufmkolk@planergruppe-ob.de
0511-897 00 999