Lennestadt-Meggen

SCHATZSUCHE – WEGE DER KOSTBARKEITEN

Berg und Tal in Lennestadt-Meggen

Auf dem Plateau am Siciliaschacht © Claudia Dreyße, 2019
PROJEKT NEUGESTALTUNG BAHNHOF – LENNEUFER – SICILIASCHACHT ORT LENNESTADT MEGGEN AUFTRAGGEBER STADT LENNESTADT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN WETTBEWERB PLANUNGSWERKSTATT 2013, 1. PREIS PLANUNG 2013 BIS 2015 REALISIERUNG 2014 BIS 2017 FLÄCHE CA. 2 HA FOTOS CLAUDIA DREYSSE

BERG UND TAL
Die Siedlungsentwicklung an der Lenne ist durch die besondere Topographie des Sauerlands geprägt. Der sehr präsente Dialog von Berg und Tal wird in Lennestadt akzentuiert durch die Bergbaugeschichte. Die Blickbeziehungen vom Plateau zur Mitte und zu den Schätzen des Ortes machen in Lennestadt-Meggen den besonderen Reiz aus. Sie gilt es herauszuarbeiten.
Topographie und „kostbare Unterwelt“ wirken hier am Ort zusammen. Die Schatzsuche am Berghang lässt Kunstlandschaften entdecken, die in ihrer harten Gestalt an die faszinierenden Kristallstrukturen unter Tage erinnern. Oben auf dem Schachtplateau wird der Besucher in die komplexe Bergbauvergangenheit entführt, aber gleichzeitig mit einer mysteriös esoterischen Zukunft konfrontiert, symbolisiert durch die weithin sichtbaren Pyramiden.
Der Talraum ist vom Wasser des gewundenen Laufs der Lenne geprägt, aber auch von künstlichen Gewässern wie den ehemaligen Klärbecken der Bergbauvergangenheit. Die Spurensuche im Tal fördert neben dem Wassererlebnis baukulturelle Schätze hervor, die zum einen von der vorindustriellen Zeit zeugen, zum anderen die dynamische Siedlungsentwicklung in den Hochzeiten des Bergbaus in Erinnerung rufen.

DIE RINGPROMENADE
Die Schätze des Ortes werden in ein Rundwegesystem eingebunden. Die Zusammenhänge der historischen Entwicklung werden lesbar und die zukünftige Entwicklung wird erlebbar. Die Lenne wird in das Rundwegesystem integriert.
Einstiege sind der Bahnhof, der neue Parkplatz an der Kirche, der überörtliche Fuß-Radweg der Lenneschiene und der Parkplatz auf dem Plateau des Siciliaschachtes. Das „Leitkristall“ – ein Symbol für die Schätze des Bergbaus und für innovative Technologien – leitet in Form von kristallin geformten, bündig eingelassenen Edelstahlknöpfen über die Ringpromenade zur Lenne und zum Bergplateau.

DAS LENNEUFER
Das Südufer der Lenne wird in Teilen zugänglich gemacht. Vom Edeka Parkplatz über die Sachtlebenstraße gelangt die Besucherin schließlich zum Hanggarten. Das Nordufer bietet eine Wiese zum Lagern, zum Spielen, zum Beobachten und für den Kunstgenuss an. Ein breiter Gehweg an der Barbarastraße wird mit Bäumen und Vor- und Rücksprüngen zur Lenne-Promenade.

DER HANGGARTEN
Befreit von wuchernder Vegetation schieben sich Plateaus und Rampen übereinander. Steile Böschungen wechseln mit sanft geneigten Plateaus, verbunden durch Treppen, Rampen und Rutschen – der vorherrschende piranesische Eindruck wird verstärkt. Durch gezieltes Auslichten der Bäume werden die Sichtbeziehungen vom Schachtplateau und aus dem Hanggarten in den Ort wiederhergestellt.

DAS SICILIAPLATEAU
Das Plateau stellt die Krönung des Rundweges dar. Das Bergbaumuseum lockt mit all seinen Schätzen. Die Schachtachse schiebt sich mit einem „Balkon“ bis an die Hanggartenkante und bietet einen herrlichen Ausblick. Zum Pyramidenareal hin wird der Schachtplatz mit hochstämmigen Bäumen überstellt.

Lageplan – GesamtzusammenhangAuf dem Plateau am Siciliaschacht © Claudia Dreyße, 2019Auf dem Plateau am Siciliaschacht © Claudia Dreyße, 2019Bergbaumuseum Siciliaschacht © Claudia Dreyße, 2019Lageplan und Schnitt: Siciliaplateau und HanggartenDer Hanggarten © Claudia Dreyße, 2019Der Hanggarten © Claudia Dreyße, 2019Der Hanggarten © Claudia Dreyße, 2019Der Hanggarten © Claudia Dreyße, 2019Der Hanggarten © Claudia Dreyße, 2019Der Hanggarten © Claudia Dreyße, 2019Der Hanggarten © Claudia Dreyße, 2019Der Hanggarten © Claudia Dreyße, 2019Das Lenneufer © Claudia Dreyße, 2019Das Lenneufer © Claudia Dreyße, 2019Das Lenneufer © Claudia Dreyße, 2019