Mönchengladbach-Rheindahlen Mühlentorplatz

Mehr Summ, weniger Brumm

Mühlentorplatz in Mönchengladbach-Rheindahlen

Visualisierung © VisuPlan3D, Susanne Geppert
Visualisierung © VisuPlan3D, Susanne Geppert
Visualisierung © VisuPlan3D, Susanne Geppert
Visualisierung © VisuPlan3D, Susanne Geppert
Visualisierung © VisuPlan3D, Susanne Geppert
Visualisierung © VisuPlan3D, Susanne Geppert
Visualisierung © VisuPlan3D, Susanne Geppert
Visualisierung © VisuPlan3D, Susanne Geppert

Projekt: Umgestaltung Mühlentorplatz und Umgebung

Ort: Mönchengladbach-Rheindahlen

Auftraggeber: Stadt Mönchengladbach

Landschaftsarchitekten: Planergruppe Oberhausen

Verkehrsanlagen: Duksa Ingenieure, Unna

Lichtplanung: Indi*Light, Brilon

Planung: seit 2020 (ab LP3 auf Grundlage des Vorentwurfs der Stadt Mönchengladbach)

Realisierung: ab 2021

Fläche: ca. 9.000 m2

Visualisierung: VisuPlan3D, Susanne Geppert


Neugestaltung
Die Umgestaltung des Mühlentorplatzes fußt auf einer grundsätzlichen Neuorganisation des motorisierten Verkehrs im Umfeld des Platzes. Das Stellplatzangebot wird reduziert, die Platzränder werden weitgehend vom Verkehr befreit, das vorhandene Grün wird gestärkt und neue Grünstrukturen werden hinzugefügt. Der Wochenmarkt zieht um vom Parkplatz auf die repräsentative und großzügige Platzfläche am Fuße der mächtigen Kirche St. Helena.

Entschleunigung des Verkehrs
Die Verkehrsführung über den Platz – bzw. am Platz vorbei – wird in allen Bereichen untergeordnet gestaltet. Sie erfolgt weitgehend im Einbahnverkehr, mit minimalen Fahrbahnbreiten und reduziertem Tempo. Die Fahrbahnen sind gepflastert, die Übergänge zu den Randanlagen und Platzflächen sind schwellenlos. Die Stellplätze auf der Tiefgarage werden so weit wie möglich nach Norden verschoben, die südliche Parkplatzkante rückt einige Meter nach Norden, der Marktplatz gewinnt mehr Raum.

Bodenbelag
Der gesamte Mühlentorplatz wird zukünftig ringsum bis an die Fassaden der angrenzenden Gebäude reichen. Ein homogener Pflasterbelag beruhigt die Gesamtsituation und definiert den Raum eindeutig als Platz. Die intarsienartige Inszenierung des Marktplatzes im Süden hebt das neue Zentrum des Mühlentorplatzes formal hervor. Für die Fläche wird das aus dem Rückbau gewonnene Basaltpflaster wiederverwendet und in gebundener Bauweise barrierearm verlegt.

Ruhender Verkehr
Der Parkplatz wird mit einer starken grünen Einfassung zu einem dreidimensionalen Objekt auf dem Platz.

Das Karee aus 15 geschnittenen Platanen im Südwesten wird als hochwertiger Aufenthaltsort erhalten und betont den wichtigen Schwerpunkt des Mühlentorplatzes am Fuße der Kirche und an der Einmündung der Fußgängerzone. Der Parkplatz wird mit Hochbeeten umfasst. Die Bepflanzung mit Gräsern, Stauden und Spalierbäumen blendet die Autos aus und rückt das Grün in die Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger.

Details
Die Beleuchtung differenziert zwischen eher funktionalen und eher atmosphärischen Bereichen. Die dem Aufenthalt dienenden Platzflächen werden betont, die Verkehrsflächen normgerecht aber zurückhaltend ausgeleuchtet. Hochwertige Sitzmöbel erhöhen die Aufenthaltsqualität in drei wichtigen Bereichen des Platzes. Das Platanenkarree wird mit Rundbänken ausgestattet, vor der Apotheke im Osten werden Bänke verschiedener Längen mit Blickrichtung zum Marktplatz aufgestellt, entlang der nördlichen Kante des Marktplatzes wird das insgesamt 30 Meter lange „Stadtsofa“ platziert.


Lageplan © Planergruppe Oberhausen

Kontakt

Ihr Ansprechpartner

Sascha Wienecke
Architekt AKNW

wienecke@planergruppe-ob.de
0201-747 179 25