Wohnüberbauung Herti 6

WOHNINSELN IM PARK

Wohnüberbauung Herti 6 in Zug in der Schweiz

Wohninseln im Park © Guido BaselgiaWettbewerbsentwurf, LageplanDie "Hausnummer" der Wohnüberbauung Herti 6
PROJEKT WOHNÜBERBAUUNG HERTI 6 ORT ZUG, SCHWEIZ BAUHERR ZUG BAUGENOSSENSCHAFT LANDSCHAFTSARCHITEKTEN PLANERGRUPPE OBERHAUSEN ARCHITEKTEN ASTOC ARCHITECTS AND PLANNERS, KÖLN PLANUNG 2001 BIS 2003 REALISIERUNG 2003 BIS 2004 FLÄCHE CA. 4 HA FOTOS GUIDO BASELGIA

Flache Wiesen mit Obstbäumen – das prägende Element der Lorze-Ebene wird als Thema für die Umgebung der Wohnbebauung Herti 6 aufgegriffen und zum Park kultiviert. Kirschen und Birnen vertreten die Ebene, Kiefern stellen die Verbindung zu den Freiräumen der bestehenden Bebauung her. Die straffe Ordnung der Wohninseln kontrastiert zur lockeren Streuung des lichten Blätterdachs das den Raum in der dritten Dimension begrenzt. Jahreszeiten sind mit den Bäumen erlebbar und auch im Winter gibt es Sichtschutz vor zu vielen Blicken von oben.
Durchzogen von unterschiedlichen Wegespuren die sich in kleinen, gefassten Plätzen begegnen, entsteht ein vielfältig nutzbarer, unterschiedlich interpretierbarer Freiraum, den sich alle Bewohner nach ihrem Geschmack aneignen können.
Die Innenhöfe der Wohninseln sind nicht nur Erschließungshof sondern auch quartiers-öffentlicher Wohnhof und behüteter Spielhof, gesäumt von privaten Terrassen, die für ein lebendiges Umfeld sorgen. Glitzerasphalt stellt als Basisbelag den Zusammenhang der Höfe untereinander her und lässt die Fläche schimmern. Die privaten Terrassenflächen in allen Höfen sind dagegen mit Holz belegt und heben sich von der Asphaltfläche mit einer Stufe ab.
Die Infrastrukturen der Höfe werden als unterschiedlich arrangierte, inselartige Einschlüsse in die Fläche eingesetzt. Sie zeigen mit ihren eigenen Materialitäten unterschiedliche Bilder und Raumerlebnisse, bieten haptisch differenzierte Erfahrungswelten auf verschiedenen Oberflächen und lassen unterschiedliche Aneignungen zu. Gleichzeitig weisen sie in ihrer Materialität „Partnerschaften“ mit anderen Höfen und Korrespondenzen mit den Fassaden auf. Durch Einbauten gegliederte Höfe mit intimeren Teilräumen und schlanken Durchblicken im Innern und zum Park stehen im Kontrast zu Höfen mit großzügigem Raumerlebnis, flächiger Differenzierung und breiten Fenstern zum Park.
Der Baum im Souterrain stellt den Bezug zum Park her. Er ist gleichzeitig in der Tiefgarage ein „Lichtblick“ und im Hof darüber ein grüner Akzent. Hier bietet er direkten Kontakt zur Krone eines Baumes.

Hölzerne Spiellandschaft © Guido BaselgiaInnenhöfe als quartiers-öffentliche Wohnhöfe © Guido Baselgia© Guido Baselgia© Guido Baselgia© Guido Baselgia© Guido Baselgia© Guido Baselgia© Guido Baselgia© Guido BaselgiaVelobox © Guido BaselgiaDer Baum wächst aus der Tiefgarage © Guido Baselgia© Guido Baselgia© Guido Baselgia© Guido BaselgiaEntwurfsplanung, LageplanDie Wohninseln in der Abenddämmerung © Guido Baselgia